
Hier ist der Schnappschuss vom ganz frischen Brot. Das knusprige Endstück ist noch so warm, dass die Butter drauf schmilzt, schmeckt einfach köstlich!
Dieses Rezept ist wie folgt (so nur mit guter Küchenmaschine herzustellen):
700 gr Brotmehl (ich habe eine Mischung aus Dinkel Brotmehl aus der Adlermühle und Dinkel Type 630 genommen, andere Mischungen funktionieren sicher auch)
300 gr abgezogene und durchgedrückte Pellkartoffeln
250 gr Magerquark (mit der Molke)
100 gr gehackte Walnüsse
15 gr Meersalz
22 gr Brotgewürz (frisch gemahlen aus Anis, Fenchel, Koriander, Kümmel, Piment nach Geschmack)
1 Würfel Frischhefe
1 Prise Zucker oder etwas Honig
+ bis ca. 50 gr Mehl extra beim 2. Kneten
1/4 l Buttermilch oder Molke oder Sauermilch oder Wasser, gut warm
Mehl in die Rührschüssel geben. In der Mitte eine Kuhle machen, die frische Hefe hineinbröckeln und mit wenig Süßmittel und etwas von der warmen Flüssigkeit darin verrühren. Mit Mehl leicht abdecken, zerkleinerte Pellkartoffeln und Quark drum herum und Salz sowie Brotgewürz am Rand platzieren und Hefeansatz 10 Minuten arbeiten lassen. Die Küchenmaschine anstellen, restliche warme Flüssigkeit zugeben und 2 Min. auf niedriger Geschwindigkeit arbeiten lassen, dann noch ca. 4 Minuten auf mittlerer Geschwindigkeit, bis der Teig blasig und zäh wird. Mit Tuch abdecken und in der Nähe der Heizung 1 Stunde gehen lassen. Danach beim 2. Kneten mit der Maschine (etwa 3 Minuten) noch etwa 50 gr Mehl und am Schluss noch 1 Minute lang die Walnussstücke unterkneten.
Eine große rechteckige Brotbackform (ungefähr doppelt so viel Volumen wie die Königskuchenform) ausfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen. Teig einfüllen und 20 Min. abgedeckt gehen lassen. Backofen auf 250° (keine Umluft) vorheizen und nach weiteren 25-30 Minuten die Brotform oben in der Mitte mit einem sehr scharfen Messer oder Rasierklinge einschneiden. Dann die Form gleich auf die unterste Drahtschiene im Backofen einstellen und eine Tasse Wasser in die Bodenpfanne schütten, sofort schließen und auf 230° stellen. Wer's dunkler mag, lässt's auf 250° für 20 Minuten. Danach die Temperatur noch einmal auf 180° reduzieren und weitere 50 Minuten backen lassen.
Rausnehmen und auf einen Untersetzer stellen, Backofen schließen. Nach 10 Min. die Seiten mit einem feinen Messer lösen und das Brot stürzen. Auf den Boden klopfen: Wenn dieser jetzt hohl und dumpf klingt, ist es gut, sonst noch mal so, wie's ist, für 5 oder 10 Minuten in den Ofen. Danach auf einem Drahtsieb luftig über Nacht offen abkühlen und abdampfen lassen. Guten Appetit!
Wer es erst einmal mit der halben Menge ausprobieren will, backt es 15 Minuten bei 250° und dann ca. 40 - 45 Minuten bei 180°, das müsste nach meinen Erfahrungen ok sein. Ich werde das nächste Mal 150 gr Wal- oder andere Nüsse (ganze Haselnüsse sind auch sehr lecker) drangeben und es mal mit 200 ml Flüssigkeit und dafür ohne das zusätzliche Mehl versuchen. Dann aber auch das Salz auf 13 - 14 gr reduzieren. Vielleicht kann man es dann auch von Hand kneten. Es ist so zu weich dafür; wunderbar gleichmäßig aufgegangen ist es. Einen Teil davon werde ich morgen vorgeschnitten einfrieren. Wie Ihr seht, ist das gar nicht schwer zu machen. Bin gespannt auf Eure Backergebnisse!