Heute gibt's eine kleine Abwandlung des Brotes vor 2 Wochen:
Kartoffelbrot mit Joghurt, Haselnüssen und Brotklee
Das Rezept ist wie folgt:
600 gr Brotmehl nach Gusto (hier Dinkelmehl 630)
300 gr ausgedampfte gekochte Kartoffeln oder Pellkartoffeln
ca. 350 gr lauwarmer Natur-Joghurt (mit Molke; evtl. auch Buttermilch)
13 gr (Meer-)Salz
(15 - ) 20 gr Brotklee - danke, Anne, sehr lecker! - (oder frisch gemahlene Brotgewürze)
21 gr Hefe (= 1/2 Würfel Frischhefe)
1/2 TL Zucker (oder Honig)
ca. 2 - 3 EL lauwarmes Wasser
100 (-150) gr ganze Haselnüsse
ca. 2 EL Mehl für den 2. Knetvorgang
Die 600 gr Mehl in eine Knetschüssel geben, eine Kuhle machen und die Hefe drin zerbröseln, Zucker (oder Honig) dazu und mit dem wenigen lauwarmen Wasser anrühren, Mehl vom Rand drüber stäuben, 1/4 Stunde entwickeln lassen.
Dann Gewürze und Salz zugeben, zerdrückte Kartoffeln und den lauwarmen flüssigen Joghurt, 1 Minute auf kleiner Stufe kneten lassen, 1 Minute auf mittlerer und dann 4 Minuten auf 2/3 voller Stufe (bei einer starken Küchenmaschine wie meiner, sonst evtl. etwas länger). Da viele Faktoren eine Rolle für die richtige Feuchtigkeit des Teiges spielen, vielleicht erst mal mit gut 300 gr Joghurt anfangen und den Rest noch nach Gusto zufügen. Der Teig ist weich und muss sich von der Schüssel lösen; von Hand lässt er sich so nicht kneten. Nun Tuch über die Schüssel legen und die Teigmasse in der Nähe der Heizung 1 Stunde gehen lassen. Danach ist der Teig um etwa das Zwei- bis Dreifache aufgegangen. Etwas Mehl auf die Fläche geben und den Teig darauf geben, etwas flach drücken und vorsichtig die ganzen Haselnüsse von Hand einarbeiten. Dabei nur so lange kneten, bis das Mehl gerade eben nicht mehr sichtbar ist.
Eine Brotbackform gut ausfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen, den Teig einfüllen (füllt etwa die halbe Form aus). Abgedeckt wieder 20 Minuten warm stellen, dann den Backofen auf 240° vorheizen, Gitter in die unterste Schiebeleiste, und etwa weitere 20 Minuten warten. Backform einstellen und sofort 1 vorbereitete Tasse Wasser in die Backpfanne unten schütten, sofort schließen. Mit Dampf eine viertel Stunde bei dieser Temperatur backen lassen, dann auf 180° - immer Ober-und Unterhitze - stellen und weitere 45 Minuten backen lassen.
Herausnehmen und mindestens eine viertel Stunde in der Form abkühlen lassen, bevor man den leckeren Brotlaib daraus löst. Luftig über Nacht (oder einen ganzen Tag) auf einem Gitter auskühlen lassen. Am leckersten war wieder der knusprige Anschnitt (der Knust) mit Butter drauf. Schmeckt mit deftigem Belag genau so gut wie mit Erdbeerkonfitüre. Guten Appetit!
Warum nehme ich so wenig Hefe? - Einmal, weil dies völlig ausreichend ist und anderseits hat das Brot auch noch nach Tagen einen guten frischen Geschmack und keinen penetrant hefigen, vorausgesetzt es wird auch richtig aufbewahrt. Ich habe dafür beispielsweise einen großen Keramiktopf mit Luftlöchern und Deckel. Man kann das Brot auch abends rühren und den Teig über Nacht abgedeckt im kühlen Keller oder im Kühlschrank gehen lassen, das klappt hervorragend. Dann am nächsten Morgen im 2. Knetgang die Nüsse unterkneten und vollenden wie oben. Wie Ihr seht, ist es wieder wundervoll gleichmäßig und luftig aufgegangen!
Eine Bitte an die Südtirolerinnen unter Euch: Ich hätte gerne das ultimative und bewährte Vintschgerl-Rezept, um es mit dem Brotklee herzustellen. Geht das auch mit Hefe? - Es sind so köstliche kleine Brote!
Euch allen ein schönes Wochenende und allen kranken Hasen gute Besserung!